JFZ Region Calw e.V.

NaturLabor

Natur und Ökologie

In dieser Gruppe dreht sich alles um Zusammenhänge in der Natur und speziell um Artenkenntnis. Eine große Vielzahl an Arten ist absolut wichtig, damit das Ökosystem, in dem wir leben, funktionieren kann. Leider sind in der freien Landschaft aber immer weniger Arten - wie zum Beispiel Insekten - anzutreffen.

Nicht so im JFZ:
Dort sind im Moment einige neue MitarbeiterInnen eingezogen. Diese sollen der Annäherung zu dem äußerst interessanten und spannenden Thema der Insekten verhelfen und für ereignisreiche Erfahrungen sorgen. Dabei handelt es sich um Exemplare der Sudanesischen Stabschrecke und der Malaiischen Riesen-Stabschrecke. Zusätzlich gibt es einen großen Mitarbeiterstamm der Samtschrecke. All diese Tiere entstammen aus einer Kooperation mit dem Insektenhaus der Wilhelma in Stuttgart. Wandelte Blätter stoßen möglicherweise auch noch dazu. 

Das Schöne ist, man kann bei diesen Insekten den Körperbau durch direktes Erleben und auch Anfassen erkunden und erfahren und diese  2 - 20 cm großen Tiere beißen nicht...

Im Sommer standen dann heimische Insekten phasenweise für einen Kurzaufenthalt dazu. Die Themen Fang, Hälterung und Bestimmung von Insekten waren unter anderem auf dem Programm.

Wo sitzt das Tier?

Riesenstabschrecken abzugeben

Wenn eine Schule Interesse an der Übernahme und Pflege einiger unserer neuen Riesenstabschrecken hat, darf sie sich gerne an unseren Betreuer Markus Mosdzien wenden.

Neben den Insekten ist im NaturLabor auch ein Aquarium entstanden, das inzwischen mit Pflanzen und Tieren eingerichtet ist. Hier wird anschaulich, dass jede Tierart eigene Ansprüche an ihre Umgebung stellt und dass chemische und physikalische Eigenschaften des Wassers berücksichtigt werden müssen. Die Teilnehmenden lernen, was es mit pH-Wert und Härtegrad auf sich hat, wie diese Werte regelmäßig überprüft werden und warum ein verantwortungsvoller Umgang mit den Tieren und ihrem Lebensraum unerlässlich ist. Guppys, Panzerwelse und ein Antennenwels gehören zu den Bewohnern, deren Pflege und Beobachtung Teil der gemeinsamen Arbeit geworden ist.

Aber auch andere Tiergruppen werden betrachtet:
Der Umbau des Calwer Stadtgartens, der direkt nebenan liegt, wird vom JFZ unterstützt, indem wir notwendige begleitende Untersuchungen durchführen. Z.B. eine Kontrolle (Monitoring) der Vogelnistkästen. Oder das Anbringen und regelmäßige Überprüfungen von speziellen Röhren, mit denen festgestellt werden soll, ob die selten gewordene Haselmaus hier unterwegs ist. Auch die Beobachtung von Insekten steht auf dem Programm.

Im JFZ stehen einfache Binokulare für die Bestimmung von Insekten zur Verfügung, außerdem gibt es ein hochwertiges Binokular mit Kamera und großem Bildschirm für spannende Einblicke und tolle Fotos.

Neue Mikroskope 

Die Naturlaborgruppe hat sechs neue Mikroskope und eine Mikroskop Kamera erfolgreich eingeweiht! Untersucht wurden verschiedene Dauerpräparate wie Nervenzellen und Hautschuppen, ebenso Aquariumspflanzen und ausgewählte Alltagsobjekte aus dem JFZ. Auch der menschliche Körper kam nicht zu kurz: Ein Finger wurde kurzerhand zum Forschungsobjekt.

Schon bald steht auch schon das nächste spannende Projekt an: ein Heuaufguss – ganz ohne Sauna, dafür mit viel Biologie. Dabei sollen die im Heu enthaltenen Organismen wie Algen, Wimpertierchen, Amöben, Sonnentierchen und Bakterien beobachtet und bestimmt werden. Viele dieser Mikroorganismen entwickeln sich aus Dauerstadien, die während der Winterzeit ruhen. Ergänzend plant die Gruppe, Pantoffeltierchen zu untersuchen, die voraussichtlich aus dem Filter des JFZ-eigenen Aquariums gewonnen werden.